Oberschule Badenhausen

Fertigkeiten und Vorlieben praktisch erfahren

Moertel anmischen

Schüler der OBS lernen verschiedene Berufsfachbereiche an der BBS II kennen, um praktische Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Fähigkeiten besser kennenzulernen.

Einmal in der Woche heißt es für die Schüler der neunten Hauptschulklasse der Oberschule Badenhausen (OBS): raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Werkräume. Für die gesamte Dauer des Schuljahres kommen die Schüler jeden Freitag in die BBS II am Neustädter Tor und in die Leege, um verschiedene Berufsbereiche wie Gastronomie, Körperpflege, Pflege, Bautechnik und Farbtechnik praktisch zu durchlaufen. Mit dabei ist auch die BBS I im Bereich Wirtschaft. Für jeden Bereich sind zwischen vier und sechs Freitage eingeplant. Begleitet werden die Jugendlichen der OBS Badenhausen wie auch der OBS Hattorf von dem Schulsozialarbeiter Reiner Müller. „Die Schüler sollen sich mit den jeweiligen Bedingungen und Voraussetzungen der Berufsbilder vertraut machen“, so Müller „im Fokus steht dabei besonders das Ausprobieren, um die eigenen Interessen und Vorstellungen, welcher Beruf zu einem passt, herauszufinden“. Seit mehr als sechs Jahren hätten die Schüler der Allgemeinbildenden Schulen im Landkreis Osterode diese Chance, und dabei hätten schon einige festgestellt, dass der ursprünglich angestrebte Beruf gar nicht zu einem passe, weiß Müller. Im Werkraum der BBS II am Neustädter Tor sind die Schüler momentan dabei, unter Anleitung des Lehrers Holger Linke, unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, eine Bügelsäge herzustellen. Für die Entstehung der Bügelsäge mit Anreißen, Körnen, Bohren und dem späteren Schneiden eines Gewindes sind ungefähr 24 Schulstunden vorgesehen. „Wir legen Wert darauf, dass die Schüler lernen, eigenständig zu arbeiten“, so Linke. Dem 15-jährigen Nino Marsmann macht die Arbeit viel Spaß, da es abwechslungsreich sei und er viel über die verschiedenen Werkstoffe lerne. Im Baubereich in der BBS II in der Leege vermittelt der Lehrer Klaus Riepel alle wichtigen Fakten. Riepel zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz der Schüler, die unter anderem Mörtel anmischen und eine Wand von einem Meter Breite und anderthalb Metern Länge mauern sollen. „Die Jugendlichen sollen sich versuchen und Erfahrungen sammeln“, so Riepel, der dabei aber auch betont, dass die Schüler dadurch mehr Respekt vor den Berufsbildern erhalten. Auch wenn sich die Schülerin Saskia Baretti nicht vorstellen könne, in dem Beruf des Maurers zu arbeiten, sei es interessant, etwas selbst herzustellen und in Handarbeit zu fertigen. Dennoch nehme sie diese Erfahrung gerne für den privaten Bereich mit, denn in Wohnung und Garten gebe ja immer etwas zu tun oder zu bauen, so die 16-Jährige.

„Es ist wichtig, dass die Schüler während dieser Zeit ihre eigenen Fähigkeiten besser beurteilen können“, so Reiner Müller, der auch die hervorragende Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und der Schulleitung der BBS betonte. Benotet werden die Arbeiten nicht. Was jedoch benotet wird, ist das Arbeits- und Sozialverhalten. Zudem erhalten die Jugendlichen für jeden Bereich ein Zertifikat, das sie auch für ihre späteren Bewerbungen nutzen können. 

(Herma Niemann im Harz Kurier vom 04.06.2106)

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