Oberschule Badenhausen

Oberschüler übernehmen Patenschaft für Hilfsprojekt

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Die Badenhäuser Schule unterstützt ein Wiederaufforstungsprogramm des katholischen Hilfswerks Misereor in Haiti.

Im Frühjahr oder Frühsommer dieses Jahres wird die Oberschule Badenhausen (OBS) eine Patenschaft für ein Wiederaufforstungsprojekt von Misereor in Haiti übernehmen. Damit wird die OBS eine von 15 Misereor-Patenschulen. Die Schüler aus den Wahlpflichtkursen Umweltschule und Politik sowie die Schülervertretungen sollen dieses Projekt hauptsächlich betreuen. Johannes Schaaf, Bildungsreferent für Projektpartnerschaften bei Misereor, stellte das Projekt den Jugendlichen in der Cafeteria der OBS vor.

Obwohl die Mehrheit der haitianischen Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet, reichen die Ernteerträge nicht aus, um die Bevölkerung zu ernähren, berichtete Schaaf. Aufgrund der radikalen und unkontrollierten Abholzung der Wälder haben sich die Bodenverhältnisse dramatisch verschlechtert. Jahr für Jahr werden 50 Millionen Bäume gefällt, so dass nur noch zwei Prozent der Fläche Haitis mit Wald bedeckt sind.

Die Folgen seien katastrophal: Konnte sich der Boden früher noch regenerieren, ist dies durch die Abholzung und den dramatischen Anstieg der Bevölkerungszahl heute nicht mehr möglich. Das Programm werde in allen Landesteilen von Haiti umgesetzt werden und durch die Anlage von Waldgärten zur Sanierung der Umwelt und Rückgewinnung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen dienen. „Es ist wichtig, die Ursachen zu bekämpfen, um den Menschen nachhaltig helfen zu können“, betonte Schaaf.

Die Unterstützung des katholischen Hilfswerks Misereor erfolge mit mehreren einheimischen agrarökologischen Organisationen, die von Agrarexperten, auch aus Deutschland, begleitet werden. Den Kleinbauern soll geholfen werden, naturnahe, nachhaltige und umweltschonende Anbaumethoden des Waldgartens einzuführen.

Es sollen Baumschulen gegründet werden, die Baum- und Setzlinge züchten, und den Boden zukünftig wieder vor Erosion schützen und die Aufnahme von Wasser erleichtern.

Anhand einer Power-Point-Präsentation verdeutlichte Schaaf, warum dieses Projekt so wichtig sei, wobei er die Schüler aktiv in seinen Vortrag einbezog und diese auch hintergrundgeschichtliche Fragen beantworten ließ.

Als Partnerschule soll sich die OBS im Unterricht mit den Zielen von Misereor auseinandersetzen, die Problematik in Haiti aufarbeiten und für eine entsprechende Information innerhalb der Schule und nach außen sorgen. Außerdem sollen die Wahlpflichtkurse durch Aktivitäten versuchen, Spendengelder zu generieren.

Zur offiziellen Besiegelung soll zum Start der Patenschaft eine Feierstunde unter der Teilnahme des Hauptgeschäftsführers von Misereor, Pirmin Spiegel stattfinden.

Das mit Misereor-Spenden unterstützte Konzept der Waldgärten hat sich bewährt. Mehr als 5 500 Kleinbauernfamilien haben grüne Inseln inmitten des weitgehend abgeholzten Berglands geschaffen. Sie verkaufen Teile ihrer Ernte und verbessern so das Angebot an Nahrungsmitteln in Haiti.

Die Setzlinge aus den Baumschulen werden durch kniehohe Mauern geschützt. Sind sie herangewachsen, werden die Waldgärten angelegt. Kurse vermitteln den Kleinbauern das Wissen über ökologische Forstwirtschaft, Landbau und Tierhaltung als landwirtschaftliches Gesamtkonzept.

(Herma Niemann, Harz Kurier, 28.01.17; Fotos Herma Niemann (unten), Habermeier/ Misereor (oben))

Schaaf5

OBS Badenhausen
Am Johannisborn 16
37539 Bad Grund (Harz)

Tel. 05522 / 312520
Fax 05522 / 3125229

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